Führende Unternehmen in der Schweiz erkennen, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist, den gesamten Talentpool zu erschließen, indem sie mehr Frauen in Führungspositionen einstellen und fördern, sowie Chancengleichheit für vielfältige Talente schaffen. Dennoch haben wir noch einen langen Weg vor uns, um Frauen einen gerechten Anteil an höheren Führungspositionen zu gewähren. Jüngste Untersuchungen des Competence Center for Diversity and Inclusion (CCDI) und Advance im Rahmen ihres jährlichen Gender Intelligence Reports zeigen, dass Männer im Durchschnitt immer noch über 80% der Top-Management- und Vorstandspositionen in Schweizer Unternehmen bekleiden. Obwohl 50 % aller Nicht-Management-Positionen in der Belegschaft durch Frauen besetzt sind, nimmt ihre Zahl mit jeder Stufe in der Organisationshierarchie eines Unternehmens ab.

Kein Wunder also, dass Frauen die Beförderungspraktiken in Schweizer Unternehmen tendenziell als weniger transparent wahrnehmen als Männer. Eine kürzlich von CCDI und Advance durchgeführte qualitative Karriereumfrage unter Arbeitgebern in der Schweiz ergab, dass Männer Beförderungspraktiken im Management im Allgemeinen als klarer, transparenter und fairer wahrnehmen als Frauen. Diese Kluft in der geschlechtsspezifischen Wahrnehmung vergrößert sich im Laufe der Karriere: Männer betrachten die Beförderungspraktiken für Führungspositionen als zunehmend fair und transparent, je älter sie sind, während die Wahrnehmung von Frauen pessimistischer wird, je länger sie „im Spiel“ – oder besser gesagt „auf der Bank“ sind. .

Was Macht- und Einflusspositionen in der Schweizer Wirtschaft angeht, ist die Welt leider immer noch eine von Männern dominierte, denn traditionelle Karrierewege sind weitgehend auf hauptberufliche (meist männliche) Ernährer ausgerichtet. Während unsere oberste Priorität darin bestehen sollte, Arbeitgeber zu ermutigen, „das System zu ändern“, z. B. durch flexible Karrierewege und ein Umdenken, was eine „gute Führungskraft“ ausmacht, ist es auch wichtig, weibliche Talente zu entwickeln und zu fördern, zum Beispiel durch Mentoring und Führungstraining.

Beides sind zentrale Bestandteile des Aiming Higher Women’s Leadership Programms der Universität St. Gallen. Das Online-Seminar soll Frauen die Möglichkeit geben, ihre persönlichen Stärken zu erkennen und zu reflektieren, neue Führungskompetenzen zu entwickeln und von einem Mentor zu profitieren. Das ausschließlich für Frauen angebotene Programm schafft ein Umfeld, in dem sich die

Teilnehmenden offen mit Gleichaltrigen über Themen und Herausforderungen austauschen können, mit denen viele weibliche Führungskräfte am Arbeitsplatz konfrontiert sind.

Alumnae des Programms bestätigen den Nutzen dieses einzigartigen Formats für Frauen. Sie schätzen zum Beispiel,

„den sicheren Raum, den es Frauen ermöglicht innerhalb ihrer gewählten Karriere zu lernen, sich zu entwickeln und zu wachsen“

ebenso wie ein

„offener und ehrlicher Austausch mit den anderen Teilnehmern, gemeinsam über persönliche Erfahrungen zu diskutieren und Lösungen für ähnliche Probleme zu finden, von denen wir alle betroffen sind. Die Gespräche waren sehr inspirierend und werden mir helfen, auf meinem beruflichen Weg voranzukommen.“

Mit dem Aiming Higher Women’s Leadership Programme tragen wir unseren Teil dazu bei, mehr Frauen zu inspirieren und zu befähigen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und in höhere Positionen einzusteigen. Und wir unterstützen Unternehmen dabei, dasselbe zu tun, indem wir Studienrabatte anbieten, wenn sich zwei oder mehr Mitarbeiter desselben Unternehmens anmelden. Es ist eine ideale Möglichkeit für Unternehmen, die besten weiblichen Talente in ihren Organisationen zu fördern und zu halten und mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.

Das 7-Wochen-Programm geht diesen Herbst mit einer Auftaktveranstaltung am 7. Oktober in sein drittes Jahr. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Programm-Website.

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Über die Autorin / den Autor

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Melissa Reynolds Senior Programme Manager Diversity & Leadership Programmes

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