Programmübersicht

Die berufliche Vorsorge ist in ein weites Feld eingebettet: Das BVG gibt die rechtliche Grundlage der beruflichen Vorsorge vor. Daneben sind Reglemente auszuarbeiten und zu berücksichtigen (Leistungsreglemente, Reglemente zur Teilliquidation oder zur Vermögensanlage etc.). Wichtig sind die Koordinationsfragen im Zusammenspiel mit anderen Sozialversicherungen und der Bezug zum Steuerrecht. Zentral sind auch die Solidaritäten in der beruflichen Vorsorge und deren Auswirkungen auf Managemententscheide. Bei der Vermögensanlage sind finanzökonomische Aspekte zu berücksichtigen. Strategie und Marktgeschehen beeinflussen die Entwicklung der Pensionskasse.

Hinweis zu COVID-19: Sollte Präsenzunterricht vorübergehend unzulässig oder nur unter erheblichen Einschränkungen möglich sein, behalten wir uns die Möglichkeit vor, den Start der Durchführung zu verschieben bzw. einzelne Module ausschliesslich online durchzuführen.

Zielgruppe

Weiterführende Ausbildung für Personen mit guten Grundkenntnissen in der beruflichen Vorsorge. Der Lehrgang richtet sich insbesondere an:

Mitarbeitende von Vorsorgeeinrichtungen (Geschäftsführung, oberes und mittleres Kader); Stiftungsräte; Anwältinnen und Anwälte; Angehörige von Gerichten; Aufsichtsbehörden; Mitarbeitende von Revisionsgesellschaften mit Tätigkeit in der beruflichen Vorsorge; Mitarbeitende von Banken und Versicherungen, Asset Manager; Personen aus dem Beratungsbereich (Rechtsschutzversicherungen, spezialisierte Beratungsfirmen); Broker und Intermediäre

Bewerbungsvoraussetzung

Die Teilnehmenden verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium und mindestens ein Jahr Berufserfahrung. In Ausnahmefällen können auch Personen mit gleichwertiger Qualifikation sowie entsprechender Berufserfahrung zugelassen werden. Der Entscheid liegt bei der Leitung des Studiengangs

Anmelden können Sie sich online unter www.irp.unisg.ch.

Bitte legen Sie folgende Unterlagen Ihrer Anmeldung bei:

  • Curriculum Vitae
  • Kopie Abschlussdiplom
Zielgruppe 2

Ihr Nutzen

Die Universität St.Gallen bietet Ihnen eine am Markt einzigartige, qualitativ hochstehende, interdisziplinäre Weiterbildung. Neben erfahrenen Dozierenden aus Wissenschaft und Praxis profitieren Sie auch vom Erfahrungsaustausch und der Zusammenarbeit mit Ihren Kommilitonen.

Der erfolgreiche Abschluss des Lehrgang befähigt Sie berufsvorsorgerechtliche Fragen und Probleme zu erkennen und sachgerechte Lösungen zu erarbeiten.

Zielsetzungen

  • Aktive Kenntnis der strukturellen Grundlage der beruflichen Vorsorge
    Die Teilnehmenden kennen die berufliche Vorsorge bezogen auf die Struktur (Ausgestaltung der Vorsorgeeinrichtungen, Aufsichtstätigkeit, Aufgaben der Geschäftsführung, ökonomische und versicherungstechnische Grundlagen etc.).
  • Aktive Kenntnis der finanzökonomischen und versicherungstechnischen Aspekte
    Die Zertifikatsausbildung thematisiert die Vermögensanlage und geht auf Anlageuniversum und Anlagesegmente ein; besprochen und konkretisiert werden Strategie und Umsetzung im Anlagebereich. Ebenso werden die Bewertung der Verpflichtungen und deren zentrale Einflussgrössen thematisiert.
  • Aktive Kenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen
    Der Lehrgang soll den Teilnehmenden vertiefte Kenntnisse in allen Bereichen der beruflichen Vorsorge vermitteln.
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Programmstruktur & Inhalte

Der Lehrgang erstreckt sich über 6 – 12 Monate und ist in 3 Modulen zu 5 Tagen (Montag bis Freitag) aufgeteilt. Die Unterlagen zur Modulvorbereitung erhalten Sie in der Regel 4 Wochen vor Kursbeginn. Abhängig von den individuellen Vorkenntnissen kann die zu investierende Vorbereitungszeit varieren. Die Lernkontrolle erfolgt innerhalb des Moduls, sodass der Lernzyklus mit Modulabschluss geschlossen wird.

Im ersten Modul werden die rechtlichen Grundlagen der beruflichen Vorsorge aufgenommen und mit arbeitsrechtlichen Aspekten erweitert. Im Zentrum stehen die Umsetzung und rechtlichen Fragen im Leistungsbereich. Zusätzlich werden Themen in der Organisation, Kommunikation, Koordination und Aufsicht der beruflichen Vorsorge diskutiert. Schliesslich werden einfache mathematische Grundlagen besprochen, die im zweiten Modul für die Versicherungstechnik eingesetzt werden.

Das Modul 2 beschäftigt sich zentral mit versicherungstechnischen Fragen und Solidaritätsthemen in der beruflichen Vorsorge. Dabei werden die Rechnungslegung nach FER 26, die Bewertung von Leistungen, die technischen Grundlagen, die Finanzierung der Leistungen, Sanierungsmassnahmen und zu allen Themen die daraus entstehenden Solidaritäten besprochen. Neben diesen ökonomischen Fragen werden auch das Thema der Teilliquidation und steuerrechtliche Fragen beleuchtet. Case Studies vertiefen die besprochenen Themen.

Im Modul 3 werden in einem ersten Teil die Kapitalanalgen und die Anlageorganisation einer Vorsorgeeinrichtung beleuchtet. Dabei wird auch das Thema Nachhaltigkeit besprochen. In einem zweiten Teil geht es um die strategischen Fragen: Nach einer Einführung in das Thema Risikofähigkeit werden Ansätze des Asset-Liability-Management, die Entwicklung einer Leistungsstrategie und Möglichkeiten der Optimierung einer Anlagestrategie diskutiert. Im letzten Teil wird der Fokus auf Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen und aktuelle Themen der beruflichen Vorsorge gelegt. Verschiedene Case Studies erlauben eine praxisbezogene Vertiefung der diversen Themen.

Faculty

Dr. oec. HSG Roger Baumann eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte, Aktuar SAV, Lehrbeauftragter für Statistik, Finanz- und Versicherungsmathematik sowie Pension Economics an der Universität St.Gallen, Gründungspartner c-alm AG

Prof. Dr. iur. Marc Hürzeler, Sozialversicherungsfachmann mit eidg. FA, Professor für Sozialversicherungsrecht und Privatversicherungsrecht an der Universität Luzern, Geschäftsführer Prof. Dr. Marc Hürzeler GmbH, Küttigen

Prof. Dr. iur. Ueli Kieser, Rechtsanwalt, Titularprofessor an den Universitäten St.Gallen und Bern, Vizedirektor am Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis an der Universität St.Gallen (IRP-HSG)

Ihr Nutzen

 

 

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